GESCHICHTE

Die Wassersynagoge wurde vom Unternehmer Fernando Crespo wahrend Sanierungsarbeiten entdeckt, die an mehreren Gebauden stattfanden, die auf diesem Grundstck standen und die sich im Herzen der historischen Altstadt von Ubeda befinden. Die ursprngliche Idee des Immobilienprojekts war es, die alten Hauserbleicke in Ferienwohnungen, Ladenlokale und Parkplatze umzuwandeln. Nach der Entdeckung verschiedener Elemente wie den Torbijgen der Synagoge, der Frauengalerie und des rituellen Bades (Mikveh) wurde die eigentliche Planung verworfen. Die Ausgrabung des Gelandes begann 2007 und wurde am 27. Februar 2010 der CIffentlichkeit zugangig gemacht. Basierend auf existierenden Studien kann man von einer Synagoge sprechen, die vor dem 14. Jahrhundert gebaut wurde.

     DIE RÄUME

Der sofenannte raum „Des Inquisitors“

Der Name des ersten Raums stammt vom Angrenzen dieses Gebaudes an ein Haus das historisch als „Haus des Inquisitors“ bezeichnet wird und in dessen Fassade sich das Emblem der Inquisition findet. (Calle Las Parras N°.8). Es besteht die Miiglichkeit dass die Absicht des Reprasentanten der Inquisition in der Stadt (vielleicht ein konvertierter Jude) war, dieses Gebaude zu erhalten und beschtzen statt es zu zerstiiren. Daher kommt es dass die Raume komplett erhalten scheinen.
Dieser Raum, zusammen mit dem Hof, dem Lagerraum und den elfen stimmen mit den Raumlichkeiten uberein, die im Mittelalter ms5glicherweise das Haus des Rabiners bildeten.

Die Frauengalerie

Zu betonen sind vier im Original erhaltene Säulen über der linken Arcade die einen wichtigen Raum in der Synagoge bilden: „Die Frauengalerie“, wo sich die Frauen während Zeremonien und Riten aufhalten, versteckt hinter Transennen.

Der Hof

Ein überdachter Hof der Zugang zu Nebengebäuden bietet, und durch den man die Synagoge betritt. Das auffälligste in diesem Raum sind zwei der Säulen die vollständig erhalten sind. Säulen die auffallen durch das gleiche Kapitell das sie teilen, mit Blättern von Palmen oder des Lebensbaums, der mit seinen sieben Ästen die jüdische Menorah symbolisiert.
Das andere wichtige Element des Hofes ist das Zugangstor zur Synagoge, genannt „Puerta del Alma“.

Die Türpfosten, die Treppenstufe und mehrere der Wölbsteine, die den Torbogen bilden, sind ürsprunglicher Herrkunft. Andere sind Repliken, da einige der Originale wurden in verschiedenen Mauern, die die Räume durchteilen, eingebettet gefunden (sehe den Wölbstein an der Rezeption). Über der „Puerta del Alma“ gibt es einen Stein, der den Stern des Davids representiert.

Das rituelle bad “Mikveh”

Man betritt es durch einen Durchgang der aus dem Felsen herausgeschlagen wurde. Versteckt in was man für einen alten Lagerraum hielt, fand man unter Schutt das rituelle Reinigungsbad, Mikveh. In allen Religionen nimmt das Wasser einen wichtigen Stellenwert als Symbol der spirituellen Reinigung ein. Muslime, Juden und Christen reinigen sich bevor sie ihre heiligen Stätten betreten. Im Fall der jüdischen Gemeinde gingen die Männer am Freitag und vor großen Feiertagen in das Bad, Frauen außerdem vor ihrer Heirat, nach der Entbindung und nach dem Ende ihrer Menstruation. Es waren Vollbäder, der ganze Körper musste im reinigenden Wasser des Mikveh untertauchen.

Das Bad wird überdacht von einem schlichten Spitzgewölbe mit einfacher Bestuhlung. In der Mitte befindet sich ein stufenförmig angelegtes Loch, das aus dem Fels geschlagen wurde, und wo das Wasser natürlich entspringt und ständig in Bewegung ist. Bedingungen die unabdingbar sind um den Sinn, die Bedeutung und den Zweck des Bades zu verstehen.

Die Synagoge

Ein großer Saal der ursprünglich von breiten Spitzbögen in drei Schiffe geteilt wurde, die heute nach wie vor versteckt in den Mauern der umliegenden Häusern liegen. Die Räume haben die Struktur der mittelalterlichen Synagogen Spaniens; kleine Räume unterhalb des Straßenniveaus, und sparsam im Bezug auf die verwendeten Baumaterialien. Die Synagogen sind Treffpunkte, nicht nur geschaffen für Gebet und Gottesdienst, sondern auch für Treffen und Entscheidungsfindung in der jüdischen Gemeinde, das Studium, des Lesens und Rechtsprechens, immer geleitet von dem Rabiner und den Ältesten der Gemeinde.

Zu betonen sind vier im Original erhaltene Säulen über der linken Arcade die einen wichtigen Raum in der Synagoge bilden: „Die Frauengalerie“, wo sich die Frauen während Zeremonien und Riten aufhalten, versteckt hinter Transennen.

Weitere wichtige Elemente im Raum sind die mehrfarbige originale Holzverkleidung die das rechte Schiff verkleidet und die Brunnen, sieben im Ganzen, welche uns helfen den Stellenwert reichhaltiger unterirdischer Wasservorkommen für den Bau der Synagogen zu verstehen. Zwei von ihnen haben noch Wasser und ihren originalen Brunnenrand.

Der lagerraum, die Öffen

Eine der Räumlichkeiten die Teil dessen sind, was wahrscheinlich mal das Haus des Rabbiners war. Mit einem niedrigen Tonnengewölbe und dem originalen Boden und eingegrabenen Tcnkrügen. Man nutze sie um Öl und koscheren Wein zu lagern, genau wie andere geeignete Nahrungsmittel für die jüdische Religion.

Beim Lagerraum befindet sich ein in den Fels geschlagener Raum mit Flachdecke, der durch seine Lage und die auch in den Fels geschlagenen Löcher den Anschein eniveckt, dass es sich um die Küche und Öfen handelt, die dazu dienten ungesäuertes Brot zu backen und die Speisen für den Sabbat warmzuhalten.

     WICHTIGE BESTANDTEILE

Aboda Zarah

Name eines Ereignisses im Talmud. Dieses Stück ist ein Faksimile das 1957 hergestellt wurde. Das Original befindet sich im jüdischen theologischen Seminar Amerikas im New York. Es wurde Ende des Jahres 1290 von Shelomo ben Shaul ben-Albagli in Ubeda verfasst.li.

Tora

Die Tora ist die heiligste der Schriften, ohne deren Prinzipien, die die Normen des Zusammenlebens der jüdischen Gemeinden regeln, es unmöglich wäre, dass das Volk Israels schon so lange Bestand hat. Die 5 Bücher der Tora beinhalten die Überlieferungen von der Entstehung der Erde bist zum Tod Moses.

Die alte Form der Tora, eine Rolle aus Pergamentstreifen die von zwei Holzstangen gehalten wird, an denen sie während der Lesung abgerollt wird, wird in den Synagogen aufbewahrt. Die Tora wird von Hand gefertigt, sowohl das Pergament als auch die Beschriftung, bei der festgelegt ist welchen Abstand die Linien, Worte und Buchstaben haben müssen. Die Klaf, oder Pergamentstücke, werden mit den Venen koscherer Tiere zusammengefügt.

Amulett der Kabbala

Die Kabbala (aus dem hebräischen qabbalah, ‚empfangen‘) ist eine Disziplin und Schule des esoterischen Denkens die mit dem Judentum verbunden ist. Sie benutzt verschiedene mehr oder weniger beliebige Methoden um verborgene Botschaften der Thora zu analysieren.

Blutreinigung

Es war ein Rechtsinstrument, das manchmal vom Heiligen Stuhl und anderen von Königen gebilligt wurde und durch das während des fünfzehnten bis neunzehnten Jahrhunderts die Nachkommen von Juden und Büßern der Inquisition aus vielen Gebieten in Spanien ausgeschlossen wurden und sie für berüchtigt hielten fest im Glauben. Um die Reinheit des Glaubens einer Person zu überprüfen, ernannte das Cabildo einen Kommissar, der beauftragt wurde, eine Kopie des Taufscheins anzufordern, um das Alter des Verehrers und seiner Verwandten zu bestätigen. Dann, nachdem man mehrere Zeugen gehört hatte, deren Aussagen gewöhnlich nur der öffentlichen Stimme oder dem Ruhm gesendet wurden, wurde gezeigt, dass sie „sauberes Blut“ hatten, das heißt, dass ihre Vorfahren immer katholisch waren. Das Statut links ist 1570 in Úbeda von dem Beauftragten des Heiligen Offiziums, Fernando Ortega, Kaplan der Heiligen Kapelle des Erlösers, datiert.

Zeigestab

Da es verboten ist die Tora zu berühren, wird zum Lesen ein Stab benutzt an dessen Ende sich eine Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger befindet, der den Text anzeigt der gelesen wird. Dieser kann aus Holz, Silber oder einem anderen Material sein.

Mezuza

Symbol an dem man einen jüdischen Haushalt erkennt. Bestehend aus einem kleinen Rohr oder Kästchen aus verschiedenem Material (Holz, Silber, Elfenbein etc.), das im Inneren verschiedene Gebete enthält, die auf ein „Klaf“ geschrieben sind. Es wird am Türstock der Eingangstüren jüdischer Wohnungen und Geschäfte angebracht, schräg und auf der rechten Seite. Dies ist eine Vorschrift aus der Bibel, Deuteronomium Kapitel Vl, Vers 4 bis 9 und Kapitel XI, Vers 13 bis 21, wo steht „…meine Worte sollst du an den Eingängen deines Hauses und deiner Städte… schreiben“ Es gibt den Brauch, dass, wenn ein Jude sein Haus verlässt oder dahin zurückkehrt, er die Hand über die Mezuzah legt und sagt „Gott schütze mein Gehen und Kommen, heute und für alle Zeit“.

Menorah

Ein siebenarmiger Leuchter und eines der ältesten Symbole des Judentums. Dieser Kandelaber oder Menora entstand in der Wüste, wie es die Tora überliefert. Er wurde erst im Tabernakel aufbewahrt, dann brachte man ihn ins Heiligtum von Shilo und später in den Tempel von Jerusalem, der von König Salomon errichtet wurde. Der Menora werden verschieden Symboliken zugeschrieben, da sie die sieben Tage der Schöpfung repräsentiert. In der Kabala (jüdischen Mystik) repräsentiert sie den Lebensbaum. Es ist verboten eine exakte Kopie derer anzufertigen die im Tempel von Jerusalem steht.

Meil

Toramantel, üblicherweise aus Samt oder Satin, bestickt mit ornamentalen jüdischen Motiven oder Versen.

Tefilin

Eines der ältesten Symbole des Judentums. Es besteht aus zwei Würfeln aus Leder die vier Fragmente der Tora enthalten und ein Seil oder eine Lederschnur zum umbinden, einen am linken Arm, den anderen am Kopf. Sie werden von Männern ab der Bar Mitzwa für das Morgengebet an Wochentagen (Shajarit) benutzt. Sie werden von einem Schriftgelehıtern geschrieben. Das Leder das für die Würfel und die Schnur benutztwird, muss, wie beim Klaf, von einem reinen Tier kommen (koscher). Sie werden alle 7 Jahre überprüft, um sicherzugehen dass sie noch geeignet sind und nicht kaputtgegangen sind oderdie Schrift verblichen ist.

Hilfsmittel für das PURIM Fest Schriftrollen von Esther und Carracas

Das Purim Fest ist ein jüdischer Feiertag derjährlich am 14. Tag desjüdischen Monats Adar (Februar-März) begangen wird. Gefeiert wird das Wunder das im Buch Esthers beschrieben wird, als sich die Juden vor der Vernichtung durch den Perserkönig Achaschwerosch retteten, der von einigen Historikern als Xerxes I. identifiziert wird, ca. 450 vor Christus.

Obwohl Purim als eines derfröhlichsten Feste im hebräischen Kalender gesehen wird, sind die Juden verpflichtet zu fasten und nur flüsternd zu beten. Dies geschieht im Gedenken an die persischen Juden, die fasteten damit es sie vor dem bevorstehenden Konflikt schütze, der zu ihrer Vernichtung durch Haman und seine Gefolgsleute im Heer des Persischen Reiches führen würde.

An Purim liest man aus dem Buch Ester. Diese Lesung eıfolgt sehr schnell, und die Zuhörer müssen mit Rasseln oder anderen Dingen Lärm in dem Moment machen in dem der Name Hamans genannt wird, damit man diesen Namen nicht hören kann. So werden auch die Kinder mit einbezogen.

 

Parojet

Reich verzierter Schleier oder Vorhang der die Nische oder Ecke (Aron Kodesh oder heiliger Bogen) verhängt, wo die heiligen Bücher aufbewahrt werden.

Beschneidung

Die Beschneidung ist das erste Gebot, das Gott Abraham, dem ersten Juden, gegeben hat, und ist ein zentraler Teil des Judentums. Das Ritual findet am achten Tag der Geburt in der Synagoge statt. Zu diesem Zeitpunkt erhält das Kind offiziell seinen Namen.